RSV-Immunisierung
RSV bei Säuglingen: Warum wir jetzt zur Vorsorge raten 🍼
Neben der Grippe ist im Herbst und Winter noch ein anderer Erreger unterwegs, der bei den Kleinsten besonders im Blick behalten werden sollte: das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus).
Was ist RSV eigentlich?
RSV ist der häufigste Auslöser von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei älteren Kindern und Erwachsenen verläuft eine Infektion meist wie ein harmloser Schnupfen – bei Neugeborenen und jungen Säuglingen kann sich daraus jedoch eine Bronchiolitis oder Lungenentzündung entwickeln, mit spürbarer Atemnot und Trinkschwäche. Besonders gefährdet sind Frühgeborene sowie Säuglinge mit Herz- oder Lungenerkrankungen.
Woran erkennt man eine RSV-Infektion?
Zu Beginn sieht es oft wie ein gewöhnlicher Infekt aus: Schnupfen, Husten, manchmal leichtes Fieber. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn Ihr Baby schneller oder angestrengter atmet, ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen zu hören ist oder es beim Trinken zunehmend erschöpft wirkt.
Vorbeugen statt behandeln
Anders als bei der Grippe gibt es für die Kleinsten keine klassische Impfung, sondern eine passive Immunisierung: ein monoklonaler Antikörper, der direkt vor der ersten RSV-Saison verabreicht wird und die Schwere möglicher Verläufe deutlich reduziert. Die STIKO empfiehlt dies für Neugeborene und junge Säuglinge – verfügbar bei uns ab dem 01.10.
Für wen die RSV-Vorsorge besonders wichtig ist
Eine Frage, die uns aktuell häufig erreicht: „Betrifft das auch mein Kind?“ Hier die Antwort, aufgeschlüsselt nach Situation.
Ist Ihr Baby nach dem 1. April 2026 zur Welt gekommen, steht in diesem Winter die allererste Begegnung mit RSV bevor – für diese Altersgruppe ist die Immunisierung besonders relevant.
Wird Ihr Kind erst im Oktober oder später geboren, gute Nachricht: In der Kreisklinik Günzburg gehört die Gabe bereits routinemäßig zur U2-Untersuchung dazu. Sollte das ausnahmsweise nicht geklappt haben, kümmern wir uns einfach bei uns in der Praxis darum – kein Problem.
Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, die oft übersehen wird: Kinder, die im zweiten Lebensjahr ein erhöhtes Risiko tragen – etwa durch eine behandlungsbedürftige Lungenerkrankung, einen relevanten Herzfehler, eine Immunschwäche, eine neuromuskuläre Erkrankung oder Trisomie 21. Wichtig zu wissen: Eine Frühgeburt für sich genommen begründet das noch nicht.
Sie sind unsicher, ob eine dieser Situationen auf Ihr Kind zutrifft? Kein Problem – kommen Sie einfach auf uns zu, wir klären das gemeinsam.
Unser Termin für Sie
Am 20.10. nachmittags bieten wir dafür einen eigenen Termin an. Melden Sie gerne ihr Kind über die Online-Rezeption dazu an.
